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Jetzt in ganz Dietikon aktiv


Die Vereinigung Zentrum Dietikon (VZD) will nicht mehr nur zentrumsorientiert sein. Sie dehnt ihren Aktionsradius ab sofort auf ganz Dietikon aus. Eine entsprechende Statutenänderung hat sie an ihrer Generalversammlung anfangs März beschlossen.

 

«Dietikon hat sich in den 17 Jahren seit der Gründung der Zentrumsvereinigung stark verändert», begründet Geschäftsführerin Sabine Billeter den Schritt im Gespräch mit dem «Dietiker». «Mit dem Krone-Areal, dem Limmatfeld, Nextra, Silbern und Trio sind neue Einkaufs- und Begegnungsorte dazugekommen. In Zukunft wird auch das Niderfeld entwickelt sein. Das Zentrum gegen diese auszuspielen, macht keinen Sinn. Wichtig ist, dass ganz Dietikon belebt wird.»

 

Bekannte Aktivitäten der VZD sind der samstägliche Frischmarkt auf dem Kirchplatz sowie daselbst am Tag vor dem Muttertag der Frühlingsmarkt, am Tag vor dem Bettag der Herbstmarkt und Anfang Dezember der Weihnachtsmarkt. Ab Anfang Mai startet als neues Angebot am Mittwoch von 16 bis 20 Uhr der Fiirabigmärt auf dem Rapidplatz.

 

An Ostern veranstaltet die Zentrumsvereinigung ein Eiermalen mit Kindern. Vor Weihnachten findet ein Gritibänzbacken statt. Zur Weihnachtszeit organisiert die VZD zudem mit Erdnüssen und Schokolade gefüllte Säcklein, die ihre Mitglieder als Dankeschön an die Kunden abgeben können.

 

Die Zentrumsvereinigung erstellt auch einen Einkaufsführer für die Dietiker Bevölkerung. Ein Newsletter für die Mitglieder informiert regelmässig über Aktivitäten im Zentrum und darum herum. Die VZD verkauft weiter Geschenkgutscheine, die in Dietiker Geschäften eingelöst werden können.

 

Für Mitglieder evaluiert die Zentrumsvereinigung zudem Verkaufsförderungsmassnahmen und hilft, diese umzusetzen. Die Mitglieder werden auch bei der Erstellung einer Website und bei der Pflege derselben unterstützt.

 

Wider die Anonymität

Die VZD wurde im März 2001 von im Zentrum Dietikons ansässigen Unternehmern und Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Dietikon gegründet. Heute – nach der Statutenänderung von diesem Frühjahr – ist ihr Zweck, «Dietikon als Einkaufs-, Handels- und Dienstleistungsort der Region Dietikon und des Limmattals zu erhalten und zu fördern und die diesem Zweck dienlichen Interessen ihrer Mitglieder und der Stadtbesucher wahrzunehmen».

 

«Die Leute sollen in Dietikon Läden und Orte mit Atmosphäre haben, wo sie sich begegnen können und wo sie noch erkannt werden», erläutert Billeter. «Wir wollen die Leute aus ihrer Anonymität herausholen.» Weiter will die Zentrumsvereinigung «auf die politische und gesellschaftliche Willens- und Entscheidungsbildung bei Behörden, Institutionen und in der Öffentlichkeit zwecks Wahrung und Entwicklung der öffentlichen Plätze und der Besucherfreundlichkeit Dietikons Einfluss» nehmen. Schliesslich beabsichtigt die VZD, «die Betriebe von Dietikon zu einer Werbe- und Marketinggemeinschaft zusammenzufassen».

 

Standortförderung

«Wir betreiben Standortförderung für unsere Mitglieder», fasst Billeter die Tätigkeit der VZD zusammen. Die Zentrumsvereinigung zählt zurzeit rund 130 Mitglieder – Tendenz steigend. Billeter, eine Event- und Projektmanagerin mit eigener Firma, leitet die Geschäftsstelle im Mandat mit einem 60%-Pensum. Ein kleines Teilpensum besteht auch noch für die Betreuung der Website (www.zentrumdietikon.ch).

 

Die VZD ergänzt die Standortförderung der Stadtbehörden. Mit diesen hat die Zentrumsvereinigung eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Diese sieht eine Abgeltung der Stadt für Leistungen vor, die die Zentrumsvereinigung zugunsten Dietikons erbringt. Das Budget der VZD beträgt zurzeit 138 000 Franken. Dazu trägt die Stadt für die Organisation und Umsetzung der Märkte 43 000 Franken bei. Der Rest kommt von den Mitgliedern der Zentrumsvereinigung, Veranstaltungen und Sponsoren.

 

Vom Industrie- und Handelsverein (IHV) und vom Gewerbeverein unterscheidet sich die VZD dadurch, dass sie nur eine wirtschaftliche und nicht auch noch eine politische Vereinigung ist. Das hindert die VZD aber nicht, entsprechend dem Zweckartikel der Statuten auch zu Themen Stellung zu nehmen, die die Standortattraktivität Dietikons betreffen.

 

So tritt die Zentrumsvereinigung etwa für die Limmattalbahn ein, die die Stadtbevölkerung in der kantonalen Abstimmung mehrheitlich abgelehnt hat. «Die Bahn führt zu einer Aufwertung der Immobilien entlang der Strecke», argumentiert Billeter. «Zudem bringt sie auch Verbesserungen für den privaten Verkehr, der in Dietikon oft von Staus geprägt ist.»

 

Text: Martin Gollmer, Fotos: ZVG

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