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Medienmitteilung der Limmattaler Wirtschaftsverbände zur Abstimmung über die Vollgeld-Initiative

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April 2018

Die vier Wirtschaftsverbände des Limmattals setzen sich bei eidgenössischen Abstimmungen resolut für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Schweiz ein. So auch bei den Abstimmungen vom 10. Juni 2018.

 

Nein zur unberechenbaren Vollgeld-Initiative: Die Limmattaler Wirtschaftsverbände lehnen die Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)» aus den folgenden 3 Gründen klar ab:

  1. Gute Kreditkonditionen wichtig für KMU: Für Unternehmen, insbesondere für KMU ist es wichtig, dass sie effizient, zuverlässig und zu guten Konditionen zu Krediten kommen, um zusätzlich zum Eigenkapital ihre Geschäftstätigkeit finanzieren zu können. Damit sichern sie nicht nur bestehende Arbeitsplätze, sie schaffen auch neue. Die Initiative will die Kreditvergabe nun allerdings massiv erschweren und verteuern, wenn nicht gar verunmöglichen. Dies ist nicht im Interesse der KMU, die mehr als 99% aller Unternehmen der Schweiz ausmachen und die zwei Drittel der Arbeitsplätze im Land stellen. Das Kreditvergabewesen hat sich bewährt. Eine Änderung drängt sich nicht auf.
  1. Unabhängigkeit der SNB nicht aufs Spiel setzen: Die Vollgeld-Initiative will bei der Kreditvergabe de facto einen Monopolstatus für den Staat schaffen. Doch ist der Staat bzw. die Schweizerische Nationalbank (SNB) dazu wirklich in der Lage? Und ist dies politisch wünschenswert? Wir meinen: Nein. Die Unabhängigkeit der SNB ist ein hohes Gut, das nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden soll. Die SNB darf nicht zum Spielball politischer Interessen werden.
  1. Keine Experimente auf Kosten der Schweizer KMU-Wirtschaft: Bei der Vollgeld-Initiative handelt es sich um ein weltweit einzigartiges geldpolitisches Experiment. Wir sind der dezidierten Auffassung, dass die Schweizer KMU-Wirtschaft nicht als Versuchslabor für derlei Experimente mit ungewissem ,Ausgang herangezogen werden soll. Ein solches System, das bisher noch nirgendwo zur Anwendung kam, brächte unkalkulierbare Risiken mit sich. Die Folgen der Vollgeld-Initiative auf Löhne, Inflation oder auf Wechselkurse sind zum Beispiel völlig unberechenbar. Doch die KMU-Wirtschaft, der Werk- und Finanzplatz Schweiz braucht Rechts- und Planungssicherheit. Die von der Vollgeld-Initiative ausgehende Unsicherheit ist Gift für die Schweiz, unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand. Erteilen wir daher einem solchen Experiment am 10. Juni eine deutliche Absage. Zu viel steht auf dem Spiel.
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