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Musterhaltestelle der Limmattalbahn aufgebaut

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April 2018

Für die zukünftige Limmattalbahn werden eigene Haltestellen entwickelt. Sie sollen – zusammen mit weiteren Gestaltungselementen – der neuen Stadtbahn eine eigene Identität und Charakter verleihen. Die Limmattalbahn AG hat am Dienstag die neuerstellte Musterhaltestelle in Schlieren präsentiert. In den nächsten Wochen führt sie Testläufe mit verschiedenen Anspruchsgruppen durch.

 


Die Limmattalbahn führt als Zentrumsachse mitten durch bestehendes Siedlungsgebiet. Sie ist deshalb eher mit einem Tram als mit einer Bahn vergleichbar. Entsprechend wurde die Gestaltung der Haltestelle vom klassischen Stadtzürcher Haltestellentyp weiterentwickelt.


Die Haltestellen sind mehr als nur Orte zum Ein- und Aussteigen oder zum Warten auf die Ankunft der Limmattalbahn. Deren Lage im Siedlungsgefüge wurde so bestimmt, dass sie Teil des bestehenden Fussweg- und Velonetzes sind. Da an beiden Perron-Enden Fuss- und teilweise Veloquerungen angeordnet sind, werden die Haltestellen zu wichtigen Knotenpunkten im stadträumlichen Gefüge und tragen so zur Vernetzung der Quartiere bei.

 

Wohnliche Atmosphäre angestrebt

Dach, Windschutz und Sitzgelegenheit der Haltestelle sind zu einem markanten präzisen Objekt gefügt, das Wertigkeit ausstrahlt und sich in unterschiedlicher Umgebung behaupten kann. Die Perron-Hinterkante wird durch ein bodenbündiges Betonelement gebildet, das im Bereich der Wartehalle zu einer langen, mit Holz belegten Sitzbank anwächst. Darüber schwebt auf drei Stahlstützen ein 12 Meter langes und 2.5 Meter breites Dach. Das Siebdruckmuster auf den Glaselementen erinnert an einen Vorhang und soll im Warteraum eine wohnliche Atmosphäre schaffen. Die Haltestellen halten die Normen des Behindertengleichstellungsgesetzes ein.

 

Hinter dem einfachen Erscheinungsbild der Haltestelle steckt viel konstruktive und technische Detailarbeit. Drei verschiedene Unternehmer wirken zusammen: Der Tiefbauer erstellt das Fundament, der Hersteller der Fertigbeton-Elemente setzt seine Elemente drauf und der Metallbau-Unternehmer besorgt den Ausbau der Haltestelleninfrastruktur. Das Zürcher Architekturbüro 10:8 Architekten hat die Haltestelle entwickelt. Die Firma BURRI Public Elements ist für die Realisierung zuständig.


Musterhaltestelle wird getestet

Anfang April wurde beim Geissweid-Platz in Schlieren ein Prototyp der Haltestelle aufgebaut. Die Musterhaltestelle dient zur Einschätzung der Gesamtwirkung und der funktionalen Anforderungen. Dazu werden im April neben den betroffenen Gemeindevertretern auch die Bahnbetreiber, Planer und verschiedene Bevölkerungsgruppen eingeladen, um die Haltestelle zu beurteilen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die Serienproduktion der Haltestelle ein. Die erste definitive Haltestelle wird voraussichtlich im Frühling 2019 aufgebaut.

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